OA Dr. Hubert Koller

Facharzt für Lungenkrankheiten

"Atmen ist Leben."

Seit meiner Kindheit, in der ich eine Gesangsausbildung erhielt, sind mir die Bedeutung des richtigen Atmens und die Wichtigkeit der Atmung bewusst. Wohl auch deshalb habe ich nach meiner Promotion die Ausbildung zum Lungenfacharzt angestrebt und abgeschlossen. Ich bin stationsführender Oberarzt an der 1. Internen Lungenabteilung des Otto-Wagner-Spitals Wien und leite dort die Spezialambulanz für Interstitielle Lungenerkrankungen. Ich bin spezialisiert auf Interstitielle Lungenerkrankungen (Sarkoidose, Lungenfibrosen, etc.) sowie auf starre und flexible Bronchoskopie und verfüge über umfangreiche Erfahrungen in der pneumologischen Intensivmedizin. Ich weiß, dass Lungenerkrankungen sehr belastend für die Betroffenen sein können und lege daher großen Wert darauf, Sie individuell zu betreuen und alles zu tun, um zu einer Verbesserung Ihres Wohlbefindens beizutragen.

Meine Schwerpunkte: Interstitielle Lungenerkrankungen, Asthma, COPD, restriktive Lungen- und Pleuraerkrankungen, Allergische Manifestationen an Atemwegen und Lungen, Infektionskrankheiten der Atemwege, Lungen und der Pleura; Tuberkulöse Infektionen, interdisziplinäre pneumologische Onkologie; Kardiovaskuläre Erkrankungen, Thromboembolische Erkrankungen; nicht-invasive Beatmungstherapie.

Ärztliche Leistungen

Abklärung und Therapie von Interstitiellen Lungenerkrankungen

Zu den Interstitiellen Lungenerkrankungen gehören die Sarkoidose, verschiedene Formen der Lungenfibrose, die Lymphangioleiomymoatose, die Pulmonale Langerhanszellhistiocytose und andere seltene Lungenerkrankungen.

Bei Lungenfibrosen verdicken sich die Wände der Lungenbläschen, das Lungengewebe verhärtet sich und schrumpft und die Aufnahme von Sauerstoff wird erschwert. Grundsätzlich leiden Patienten an Atemnot und Sauerstoffmangel unter körperlicher Belastung.

Da es verschiedene Formen der Lungenfibrosen gibt, unterscheidet sich deren Auswirkung auf die Lungenfunktionseinschränkung und Lebensqualität. Dementsprechend kann ich eine individuelle Therapie mit Ihnen erarbeiten.

In vielen Fällen der genannten Erkrankungen, wie z.B. bei der Sarkoidose, ist eine medikamentöse Therapie nicht notwendig, aber eine regelmäßige lungenfachärztliche Betreuung erforderlich, um ein Fortschreiten der Erkrankung rechtzeitig zu erfassen.

Ärzte und Therapeuten

Besprechung von Lungen-Röntgen und Lungen-CT-Bildern / Befunden

Als Lungenfacharzt bin ich ein Experte in der Lungenradiologie.

Gerne begutachte ich Ihr Lungen-Röntgen, Ihre Lungen-Computertomographie-Bilder oder Ihre Befunde. Ich erläutere Ihnen meine Einschätzung und erkläre Ihnen alles Notwendige. Selbstverständlich beantworte ich alle Ihre Fragen und bespreche eventuell notwendige weitere Schritte mit Ihnen.

Abklärung und Behandlung bei Lungenkrebs inkl. supportiver Therapie

Besteht bei Ihnen ein Verdacht auf Lungenkrebs, so ist im ersten Schritt eine sichere Diagnose notwendig, um Ihnen rasch Klarheit über die Situation zu verschaffen. Bestätigt sich der Verdacht, hängt die Art der Therapie davon ab, welche Form von Lungenkrebs (nicht kleinzellig oder kleinzellig) Sie haben. Ich empfehle Ihnen die notwendigen Therapiemaßnahmen, erkläre Ihnen alles dazu Notwendige, kümmere mich um alle vorbereitenden Tätigkeiten und betreue Sie während der gesamten Behandlungszeit und darüber hinaus. Zu dieser Betreuung gehört auch die sog. supportive Therapie, d. h. alle Maßnahmen, die Komplikationen und Nebenwirkungen der Krebstherapie vermeiden bzw. behandeln, die physische und psychische Probleme vermeiden bzw. behandeln und die Sie bei der Vermeidung bzw. Lösung von sozialen Problemen unterstützen.

Abklärung bei Raumforderungen in den Lungen

Zeigt Ihr Lungenröntgen Raumforderungen in den Lungen, so ist zunächst eine rasche und sichere Abklärung, worum es sich handelt, das Wichtigste. Steht die Diagnose dann fest, kläre ich Sie über die Therapiemöglichkeiten auf, informiere Sie über die notwendigen Maßnahmen und Schritte und betreue Sie rundum während der gesamten Behandlungszeit.

Abklärung bei Verdacht auf Lungentuberkulose

Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, die durch eine bestimmte Bakterienart ausgelöst wird. Nur bei rund der Hälfte der mit Tuberkulose infizierten Patienten breitet sich die Krankheit auch auf die Lunge aus.

Die Lungentuberkulose weist ein breites klinisches Spektrum auf, das von grippeähnlichen Symptomen über Wochen bis zum Bluthusten reicht. Eine Abklärung kann ich mit Hilfe von radiologischen, mikrobiologischen und bronchoskopischen Untersuchungen anbieten.

Atemschulung

Unter fachlicher Anleitung lernen Sie verschiedene Atemübungen, die die Verbesserung Ihrer Lungenkapazität und die Stabilisierung Ihres Bronchialsystems unterstützen. Darüber hinaus können durch eine Atemtherapie Ihr Wohlbefinden gesteigert, Ihre Selbstheilungskräfte aktiviert und Ihre Konzentration verbessert werden.

Asthmaschulung

Durch die Asthmaschulung lernen Sie, die Krankheit besser zu akzeptieren und eigenverantwortlich mit ihr umzugehen. Sie erhalten Informationen rund um die Erkrankung und ihre Behandlung. Zudem lernen Sie, Warnsignale richtig zu interpretieren, Ihre Medikamente an verschiedene Situationen richtig anzupassen sowie Atemtechniken und andere Maßnahmen für Belastungs- und Anfallsituationen.

Inhalationsschulung

Patienten mit Atemwegserkrankungen wie Asthma und chronische Bronchitis benötigen Medikamente, die inhaliert werden müssen (Dosier-Aerosole mit Vorschaltkammer, Spacer, Trockenpulver wie Diskus, Turbohaler, etc,...). Nur bei richtiger Anwendung dieser Hilfsmittel können die Medikamente ihre Wirkung optimal entfalten. Durch die Schulung lernen Sie, Ihre Medikamente richtig einzusetzen und Ihre Inhalationstechnik zu verbessern.

Raucherentwöhnungsberatung

Kommen Sie zu mir, bevor Sie damit starten, sich das Rauchen abzugewöhnen. Ich kann mit Ihnen gemeinsam vorherige misslungene Entzugsversuche als auch die individuellen Ursachen Ihrer Nikotinsucht analysieren sowie eine körperliche Untersuchung durchführen. Darauf aufbauend empfehle ich Ihnen eine passende Methode für die Entwöhnung und informiere Sie umfassend darüber. Sie werden auf Ihrem Weg in die Rauchfreiheit von mir persönlich beraten und begleitet.

Präoperative Lungenuntersuchung

Mit dieser Untersuchung schätze ich Ihre Lungenfunktion ein und stelle fest, ob aus lungenfachärztlicher Sicht eine Operation bei Ihnen durchgeführt werden sollte oder nicht und wie hoch das Risiko für Lungen-Komplikationen nach der Operation ist.

Schnarchen und Atemstörungen in der Nacht

Schnarchen entsteht durch eine Blockade der Atemwege im Schlaf. Wer nur gelegentlich und leise schnarcht, schläft ruhig und hat keine Atemstillstände. Wer jede Nacht, sehr laut und mit Atempausen schnarcht, leidet häufig an Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, an gesteigerter Reizbarkeit und verminderter Belastbarkeit. Diese Art des Schnarchens schädigt das Herz-Kreislauf-System und begünstigt die Entstehung eines Blutdhochdrucks, Herzinfarkts bzw. eines Schlaganfalls. Die Abklärung dient dazu, die Art des Schnarchens zu analysieren und die Ursachen zu eruieren, um darauf aufbauend ein Therapieprogramm zu entwickeln.

Schlaflaboruntersuchung

Eine Untersuchung im Schlaflabor dauert üblicherweise ein bis zwei Nächte. Sie werden überwacht, während Sie schlafen und die in der Nacht gesammelten Daten werden zur Diagnose herangezogen. So wird etwa festgestellt, ob Sie nächtliche Atemaussetzer haben, wie kontinuierlich Ihr Schlaf war und ob Sie die Schlafstadien normal durchlaufen haben. Schlaflaboruntersuchungen an meinen Patienten führe ich im Schlaflabor des Otto-Wagner-Spitals durch. Die Ergebnisse der Untersuchung bespreche ich ausführlich mit Ihnen und gemeinsam legen wir eine passende Therapie fest.

Abklärung von chronischem Husten (Asthma und COPD)

Chronischer Husten, also Husten, der mehr als acht Wochen dauert, kann Symptom verschiedener Erkrankungen sein, unter anderen von Asthma und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung, im Volksmund auch „Raucherlunge“ genannt).

Daneben können auch Erkrankungen der oberen Atemwege (Nasen-Neben-Höhlen) und des Magen-Darm –Traktes (z.B. Reflux) zu chronischen Husten führen. Mit den zur Abklärung notwendigen Untersuchungen identifiziere ich die Auslöser des Hustens und ermögliche so die Entscheidung über die für Sie optimale Therapie.

Lungenemphysembehandlung

Ein Lungenemphysem ist eine Überblähung der Lunge. 10% der Bevölkerung sind von dieser unheilbaren Krankheit betroffen und leiden mit übervoller Lunge an Atemnot. Die Behandlung zielt darauf ab, Beschwerden zu vermindern und die Lebensqualität zu erhöhen. Im ersten Schritt sollten Sie das Rauchen einstellen und das Einatmen verschmutzter Luft vermeiden. Durch physiotherapeutische Maßnahmen kann Ihre Lungenmuskulatur gestärkt werden. Zudem hilft die Inhalation von Medikamenten. Über die Sauerstoffzufuhr bis hin zu operativen Eingriffen gibt es eine Reihe von weiteren Maßnahmen, die bei der Behandlung des Lungenemphysems durchgeführt werden können.

Abklärung und Behandlung von Atemnot und Sauerstoffmangel

Bei verschiedensten Erkrankungen, wie z. B. Asthma, Lungenfibrose, -entzündung oder
-embolie, Herzerkrankungen, oder auch bei Angst kommt es zu Atemnot und oft auch zu Sauerstoffmangel. Um festzustellen, was die Ursache für die Luftnot ist, ist eine genaue Analyse der Lungenfunktion nötig. Ist der Auslöser bekannt, können wir diesen gezielt behandelt und damit auch Ihre Atemnot beseitigen oder zumindest vermindern. Die Gabe von Sauerstoff hilft bei chronischen Krankheiten.

Abklärung und Behandlung bei erhöhter Infektneigung der Bronchien

Die Ursachen für Bronchialinfekte sind vielfältig. Häufig sind es Viren oder Allergien, die den Infekt auslösen. Chronische Erkrankungen und damit einhergehend ein geschwächtes Immunsystem stehen ebenfalls auf der Liste der Ursachen. Um Ihre Behandlung perfekt ausrichten zu können, ist eine genaue Abklärung der Auslöser notwendig. Auf Basis der Ergebnisse erstellen wir gemeinsam einen individuellen Therapieplan für Sie.

Abklärung und Behandlung von Lungenentzündungen

Ist das Lungengewebe akut oder chronisch entzündet, spricht man von einer Lungenentzündung. Alte Menschen, Kinder und Personen, die an einer Lungenkrankheit (z. B. COPD, Lungenemphysem), an allgemeiner Abwehrschwäche oder an Allergien leiden, haben ein erhöhtes Risiko für Lungenentzündung. Therapiert werden Lungenentzündungen durch die Gabe von Antibiotika, fiebersenkende Maßnahmen, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Atemtherapien. Ich analysiere die Ursache der Entzündung und leite die entsprechenden Therapiemaßnahmen ein. Bei anhaltender Lungenentzündung kann die Durchführung einer Atemwegsspiegelung (Bronchoskopie) erforderlich sein.

Aufklärung und Durchführung der Bronchoskopie (Lungenspiegelung) im Krankenhaus

Die Bronchoskopie ist eine endoskopische Untersuchung der Luftröhre und der Bronchien.

Sie kann unter Kurznarkose oder in Sedoanalgesie durchgeführt werden, d.h. diese Untersuchung ist für den Patienten auf jeden Fall schmerzfrei.

Bei der Bronchoskopie können Proben aus dem Bronchialbaum und auch - wenn erforderlich - dem Lungengewebe entnommen werden und entsprechend untersucht werden.

Allergieaustestung (gemeinsam mit einem Labor)

Wer allergisch ist, leidet an einer überschießenden Immunabwehrreaktion gegen gewisse Umweltstoffe, wie z. B. Gräserpollen. Die Allergie führt zu Entzündungsreaktionen wie Heuschnupfen oder allergisches Asthma. Da aber nicht jeder Reaktion eine Allergie zugrunde liegt, muss durch eine Austestung festgestellt werden, ob eine Allergie vorliegt. Beim Test werden sowohl Blut abgenommen und verschiedene Testlösungen auf den Unterarm aufgebracht und schmerzlos in die Haut geritzt. Sind Sie allergisch, reagiert Ihre Haut bereits nach kurzer Zeit.

Geräteleistungen

EKG

Mit einer Elektrokardiographie (EKG) werden die elektrischen Aktivitäten des Herzens aufgezeichnet. Die schmerzlose Untersuchung ermöglicht mir, Erkrankungen wie z. B. Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Herzmuskelentzündungen oder auch bestimmte Hinweise auf Lungenkrankheiten zu erkennen und dann natürlich auch gezielt bei Ihnen zu behandeln.

Blutdruckmessung

Dabei wird der in den Blutgefäßen herrschende Druck gemessen. Die Untersuchung geht schnell und ist für Sie ungefährlich und schmerzlos. Sie gibt Auskunft über die Funktion Ihres Herz-Kreislauf-Systems und ermöglicht mir das Erkennen von z. B. Herz-, Nieren- oder hormonellen Erkrankungen.

Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut (Pulsoximetrie)

Mit dem Pulsoximeter, der an einem Ihrer Finger angebracht wird, werden der Puls und die arterielle Sauerstoffsättigung gemessen. Die schmerzlose Pulsoximetrie wird zur Diagnose und Therapiekontrolle bei Störungen der Atmung,  sowie im Rettungsdienst, in der Anästhesie, der Intensivmedizin als auch in der Neonatologie eingesetzt.

Durchführung eines Lungenfunktionstests (Spirometrie) mit Bestimmung Ihrer Lungenreserven

Die Spirometrie dient der Messung der Lungen- und Atemvolumina und hilft bei der Diagnose und Verlaufskontrolle von Lungenerkrankungen, insbesondere bei der Diagnose von Asthma und COPD. Dabei atmen Sie über ein Mundstück in ein Atemrohr, wobei Ihre Nase mit einer Klemme verschlossen wird. Gemessen werden die ruhige Atmung als auch die maximale Ein- und Ausatmung. Die Spirometrie gilt nach wie vor als die zuverlässigste Methode, um funktionelle Verengungen der Atemwege festzustellen und im Verlauf zu kontrollieren.