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Verhütung: So wirkt die Hormonspirale und so wird sie eingesetzt

Verhütung: So wirkt die Hormonspirale und so wird sie eingesetzt

Die Hormonspirale verbindet die Vorteile der Kupferspirale und der Minipille miteinander und gilt als sehr sichere Verhütungsmethode. Ob sie das richtige Verhütungsmittel für Sie ist und wie sie eingesetzt wird lesen Sie hier.

Studienlage

Wie wirkt die Hormonspirale?

Die Hormonspirale ist eine hormonelle Verhütungsmethode und ein elastischer, T-förmiger Kunststoffkörper. In ihrer Wirkweise verbindet sie die Minipille (enthält im gegensatz zur Kombipille nur Gestagen) und die Kupferspirale miteinander: Sie ist mit einem kleinen Hormonzylinder ausgestattet, der in regelmäßigen Abständen eine kleine Menge an Gestagen abgibt. Die Gebärmutterschleim haut bleibt sehr dünn, was eine Einnistung der befruchteten Eizelle verhindert. Durch diese Hormonabgabe verdickt sich auch der Schleim im Gebärmutterhalskanal, wodurch die Spermien nicht in die Gebärmutter eindringen können. Im Gegensatz zu anderen hormonellen Verhütungsmethoden wird mit der Hormonspirale der Eisprung nicht unterdrückt und der natürliche Zyklus beibehalten (Adeyemi-Fowode 2019, Hsia 2016). Die Hormonspirale kann je nach Produkt drei bis fünf Jahre im Körper verbleiben, ehe sie gewechselt werden muss.

So wird die Hormonspirale eingesetzt

Mithilfe eines speziellen Einführröhrchens wird die Hormonspirale in der gynäkologischen Praxis eingesetzt. Dieser Eingriff dauert nur ganz kurz, ist jedoch manchmal mit krampfartigen Unterleibsschmerzen verbunden. Nachdem die Spirale positioniert wurde, sollte ihr Sitz mittels Ultraschall überprüft werden. Nach ein bis zwei Monaten wird die Lage nochmals kontrolliert, danach ist eine jährliche Kontrolle ausreichend. Dies ist wichtig, da die Spirale theoretisch verrutschen kann.

Die Vorteile einer Hormonspirale sind vor allem die schwächere und kürzere Regelblutung und die Linderung von Menstruationsbeschwerden. Außerdem ist die Hormonabgabe geringer als bei anderen hormonellen Verhütungsmittel (z. B. Pille), folglich sind auch Nebenwirkungen seltener. Ein wesentlicher Nachteil ist vor allem, dass sie nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen schützt. Nach dem Einsetzen der Spirale kann es auch zu Schmier- und Zwischenblutungen kommen. Die Regelblutungen werden im Laufe der Zeit weniger, da die Gebärmutterschleimhaut nicht so sehr aufgebaut wird. Da die Hormonspirale etwas dicker ist als die Kupferspirale, kann bei Frauen, die noch keine Kinder geboren haben, vor dem Einsetzen eine Dehnung des Gebärmutterhalses notwendig sein (Hsia 2016). Die Hormonspirale hat einen Pearl Index von 0,2-0,4 und ist somit eine zuverlässige Verhütungsmethode.

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