Behandlungsoption

Inkontinenz bei der Frau: So hilft Beckenbodentraining

Inkontinenz bei der Frau: So hilft Beckenbodentraining

Viele nicht-medikamentöse Maßnahmen können dabei helfen, die weibliche Inkontinenz zu behandeln: eine davon ist Beckenbodentraining. Lesen Sie, bei welchen Arten von Inkontinenz die Übungen helfen und wann auch Blasentraining ratsam ist.

Studienlage

So hilft das Beckenbodentraining bei Inkontinenz

Eine häufig zur Anwendung kommende Behandlungsmaßnahme bei Urininkontinenz ist das Beckenbodentraining: Es hilft dabei, die Funktion des gesamten Beckenbodens zu verbessern und kann die Beschwerden lindern oder gar heilen (Dumoulin 2018). Dadurch erlangen Betroffene mehr Kontrolle über ihre Blase und in Folge wieder mehr Lebensqualität. Die Evidenz zur Wirksamkeit des Beckenbodentrainings zeigt sich zwar noch heterogen, jedoch wird es bei Belastungs- und Mischharninkontinenz empfohlen. Bei Dranginkontinenz (und Mischharninkontinenz) wird das Blasentraining empfohlen (AWMF 2021), wobei auch hier von Beckenbodentraining profitiert werden kann: Studien zeigten, dass Beckenbodentraining - wenn korrekt und regelmäßig durchgeführt - bei Dranginkontinenz effektiver wirken kann als die medikamentöse Behandlung (Burgio 2014). Um Erfolge zu sehen, sollte das Training über mindestens drei Monate hinweg erfolgen. Hilfsmittel wie etwa Vaginalkegel/-kugeln oder oberflächliche Elektrostimulation können ergänzt werden.

Präventives Beckenbodentraining wird vor allem Schwangeren sehr empfohlen: Durch frühzeitige regelmäßige Kräftigung des Beckenbodens kann einer mögliche Inkontinenz in der späten Schwangerschaft bzw. nach der Geburt häufig vorgebeugt werden (Woodley 2017).

Blasentraining für mehr Kontrolle bei Inkontinenz

Beim Blasentraining wird die Blase auf ein bestimmtes zeitliches Entleerungsschema geübt. Diese Regelmäßigkeit hilft dabei, bestimmte Inkontinenzformen (z. B. Dranginkontinenz) zu verbessern. Die Entleerungsintervalle können im Laufe des Trainings verlängert werden, um die Kapazität der Blase zu vergrößern und der Patientin das Gefühl von Kontrolle über die eigene Blase zurückzugeben (AWMF 2021).

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