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Karpaltunnelsyndrom: Wie helfen Übungen?

Karpaltunnelsyndrom: Wie helfen Übungen?

Bei einem Karpaltunnelsyndrom können Übungen für Zuhause viel dazu beitragen, die Schmerzen zu lindern. Besonders zielgenau werden sie in der professionell angeleiteten Physiotherapie erlernt. Ein paar Übungsvideos dürfen wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen.

Studienlage
2 - Sehr niedrige Evidenz Qualität

Übungen bei Karpaltunnelsyndrom

Niederschwellige, einfach umzusetzende Maßnahmen können besonders bei beginnenden Karpaltunnelsyndrom-Symptomen sehr wirksam sein. Eine solche niederschwellige Behandlungsmaßname sind gezielte Übungen, speziell Nervengleitübungen. Sie haben zum Ziel, die Nerven in ihrer Hülle zu mobilisieren. So können sie entlastet und damit einhergehende Schmerzen können gelindert werden. Besonders bei noch mild ausgeprägten Karpaltunnelsyndrom-Beschwerden bzw. in einem noch frühen Erkrankungsstadium kann regelmäßiges Üben zu einer Verbesserung führen. Die Übungen können in den meisten Fällen auch sehr gut ergänzend zu anderen Behandlungsmaßnahmen (z. B. Nachtschiene, Kortison, Ultraschall-Therapie) durchgeführt werden.

Korrekte Durchführung entscheidend

Nerven sind sehr empfindlich, darum sollte besonders zu Beginn auf eine langsame und behutsame Durchführung der Übungen geachtet werden. Ein leichtes Ziehen über den gesamten Arm bis in die Fingerspitzen ist normal, ebenso eine etwas verzögerte Reaktion. Bis sich Erfolge zeigen, kann es ein paar Wochen dauern, deshalb sollten die Übungen über mindestens vier Wochen hindurch (sehr gerne länger) durchgeführt werden. Sollten beim Üben jedoch Schmerzen empfunden werden, so brechen Sie bitte ab und holen ärztlichen Rat ein. Eine Individualisierung der Übungen mithilfe von physiotherapeutischer Anleitung ist sinnvoll, da jedem Menschen andere Übungen liegen und helfen. Tipp: Schützen Sie Ihre Hände so gut es geht vor Kälte, da diese sie steifer werden lässt. Dies ist auch beim Üben wichtig. Wärmen Sie die Hände und Handgelenke bei Bedarf vor dem Üben etwas vor.

Die nachfolgenden Übungen ersetzen nicht den Besuch in der ärztlichen oder physiotherapeutischen Praxis.

Anleitung: Aktive Fingerübung (Sehnengleitübung)

1. Setzen Sie sich auf einen Stuhl und legen Sie den betroffenen Arm auf einen Tisch.
2. Stützen Sie den Unterarm auf und halten Sie das Handgelenk und die Finger gestreckt.
3. Beugen Sie nun die Fingerknöchel und halten Sie die Finger gestreckt.
4. Aus dieser Position beugen Sie nun die mittleren Fingergelenke und halten die Fingerspitzen noch gestreckt. 5. 5. Anschließend ziehen Sie die Finger zusammen und machen eine Faust.
6. Strecken Sie die Fingerknöchel wieder, während die Fingergelenke noch gebeugt bleiben.
7. Als letztes kehren Sie zurück in die gestreckte Ausgangsposition. Achten Sie darauf, das Handgelenk während der gesamten Übung gestreckt zu halten und die andere Hand wenn nötig zur Unterstützung zu nehmen.

5-10 Wiederholungen
2-3x täglich
für mind. 4 Wochen

Anleitung: Dehnung der Handgelenksbeuger

1. Stehen oder sitzen Sie gerade. Strecken Sie den betroffenen Arm vor sich aus, die Handfläche zeigt nach oben.
2. Greifen Sie mit der anderen Hand die Finger der betroffenen Hand und dehnen Sie sanft das Handgelenk, indem Sie die Finger in Richtung Körper drücken.
3. Halten Sie die Dehnung und wiederholen Sie dies auf der anderen Seite.

15 Sekunden Dehnung halten
5 Sätze
10 Sekunden Pause zwischen den Sätzen
4x täglich
für mind. 4 Wochen

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Quellen

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