Behandlungsoption

Tennisarm: Wie helfen Schmerzmittel (NSAR)?

Tennisarm: Wie helfen Schmerzmittel (NSAR)?

NSAR sind Arzneimittel, die schmerzlindernd, entzündungshemmend und abschwellend wirken. Beim Tennisarm kommen sie vor allem in der Akutphase zum Einsatz, in der die Schmerzen meist am stärksten ausgeprägt sind.

Studienlage
3 - Niedrige Evidenz Qualität

NSAR oral (Schmerzmittel) 

In der Akutphase der Tennisarm-Erkrankung treten mitunter starke Schmerzen auf, die im täglichen Leben einschränken können. Die Schmerztherapie ist in dieser Phase besonders wichtig. Eine sehr niederschwellige analgetische (schmerzlindernde) Maßnahme, die bei Beschwerden des Bewegungsapparats häufig eingesetzt wird, ist die orale Einnahme von nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). (Zu den bekanntesten Wirkstoffen aus dieser Medikamentengruppe zählen Ibuprofen, Acetylsalicylsäure und Diclofenac.) NSAR wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend, fiebersenkend und abschwellend und sind daher in der Schmerzmedizin besonders häufig vertreten. Bei einem Tennisarm dient die Einnahme vor allem der Schmerzlinderung. NSAR sollten nur für die kurzzeitige Schmerztherapie und darum möglichst nur über einen kurzen Zeitraum eingenommen werden. Eine langfristige Einnahme ist nicht empfohlen, da NSAR zu Nebenwirkungen führen können: Nicht selten etwa kommt es zum Auftreten von Magenbeschwerden. Bei längerfristiger Einnahme besteht ein erhöhtes Risiko für Magengeschwüre. Nichtsteroidale Antirheumatika können in der akuten Schmerzphase sehr gut mit anderen Behandlungsmaßnahmen (z. B. Physiotherapie, Bandage) kombiniert werden.

NSAR topisch (lokale Schmerzmittel)

Topische NSAR werden in Form von Salben oder Gelen aufgetragen und wirken lokal - also an dem Ort, an dem sie aufgetragen werden. Diese Arzneimittel werden allgemein zur Schmerz-, Entzündungs- und Schwellungslinderung eingesetzt. Beim Tennisarm dienen sie vor allem der Schmerzlinderung. Eine Behandlung mit NSAR-Salben oder –Gelen ist besonders in einem frühen Erkrankungsstadium sinnvoll, da hier die Symptome noch nicht stark ausgeprägt sind. Die Präparate, die häufig die Wirkstoffe Diclofenac oder Ibuprofen enthalten, werden direkt auf den schmerzenden Bereich aufgetragen. Der Wirkstoff wird über die Haut aufgenommen und wirkt lokal. Der Vorteil gegenüber oral einzunehmenden NSAR besteht darin, dass der Magen weniger belastet wird, da der Wirkstoff weniger in der Blutbahn zirkuliert.

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Quellen

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